Agenda für Forschung und Lehre. Praktika im Institut für Design Science

Das Institut für Design Science ist ein interdisziplinär angelegtes, als gemeinnützig anerkanntes Forschungsinstitut, dessen Tätigkeit sich primär auf die drei Bereiche


Allgemeine Theorie der Gestaltung

Künstliche Welten und experimentelle Philosophie

Modellbildung
erstreckt.

Im Vordergrund stehen dabei einerseits (im Bereich Kognition) die Untersuchung der Soziokomplexität virtueller Räume, andererseits (im Bereich Kommunikation) die Untersuchung der evolutiven und strukturellen Eigenschaften von Netzwerken. Diese beiden Aspekte werden im gesamten Spektrum von der Physik bis zur Politik erforscht.

Das Institut für Design Science fährt jeweils im September eines Jahres anläßlich der turnusgemäßen Herbsttagung, die in der Regel an der Leucorea in Wittenberg stattfindet, eine Vorstandssitzung und eine Mitgliederversammlung durch. Die Herbsttagung behandelt vor allem zwei in den letzteren Jahren herausgearbeitete Themenkreise, zum einen den Wahrheitsbegriff im Diskurs des öffentlichen Raumes betreffend (Stamm-Thema), einen anderen den Lebensbegriff im physikalischen Universum betreffend (Projekt-Thema). Das Projekt-Thema kann aktuellen Erfordernissen geschuldet von Zeit zu Zeit variieren. Allgemein befaßt sich die Arbeit am Institut mit dem interdisziplinären Austausch von Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften, hinsichtlich der Vermittlung von Kognition, Kommunikation und Kooperation nach Prinzipien der evolutionären Systemtheorie, vor allem im Sinne der Santa-Fe-Schule, und insbesondere mit Blick auf Fragestellungen, welche den systematischen Zusammenhang zwischen den methodischen Begriffen Raum, Netzwerk und System betreffen.

Darüber hinaus leistet das Institut Nachwuchsarbeit für Studentinnen und Studenten sowie Doktorandinnen und Doktoranden, mitunter auch für Schülerinnen und Schüler der höheren Schulen, sei es durch die Betreuung von Projekten und Prüfungsarbeiten, sei es durch die Gelegenheit, bei den Tagungsveranstaltungen Referate über die eigene Arbeit zu halten und in den Schriftenreihen des Instituts zu veröffentlichen. Von Zeit zu Zeit wird am Institut auch ein Praktikum betreut.

Das Institut veröffentlicht außerdem in loser Folge monographische Schriften, welche in den drei bestehenden Schriftenreihen gesammelt werden, in den "Münchener Schriften zur Design Science", im Jahrbuch "Signifikant" (Jahrbuch für Strukturwandel und Diskurs) sowie in den "Schriften zur Naturdialektik" (Magenta-Reihe). Alle Reihen erscheinen gegenwärtig im Wissenschaftlichen Verlag Berlin. Neben den Beiträgen zu den Tagungsveranstaltungen werden in diesem Rahmen auch Einzelarbeiten veröffentlicht.

Es ist zudem ein Lernmodul zum Fachgebiet Design Science (Systemtheorie) entwickelt worden, das gegen eine einmalige Gebühr in bestehende Master-Studiengänge an den Hochschulen eingefügt werden kann.

Es versteht sich von selbst, dass die Arbeit im Institut den Erfordernissen des Forschungsprozesses zu folgen hat und insofern schwerlich mit einem in anderen Betrieben üblichen Tätigkeitsrahmen kompatibel ist, der sich vor allem an den tariflich festgelegten Stundenzahlen pro Woche orientiert. Im Grunde handelt es sich um einen speziellen Typ freiberuflicher Tätigkeit. Dies gilt auch für die Betreuung des Nachwuchses, namentlich im Praktikum. Beispielsweise ist ein wesentliches Stundendeputat im letzteren Fall der häuslichen Arbeit der Praktikanten zuzurechnen, weil ein Hauptbestandteil der Arbeit in der Literatur-Recherche, der Lektüre und der konzeptuellen (theoretischen) Tätigkeit besteht. Mithin unterscheidet sich hierin der Ablaufplan ganz entscheidend von den Plänen in Betrieben anderer Organisationsformen.

Berlin, im Januar 2022, Prof. Dr. Dr. Rainer E. Zimmermann
(Vorsitzender des Vorstands und Wissenschaftlicher Direktor)

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